#122 Wie mächtig waren Könige wirklich?

Shownotes

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00:00:01: Wenn man das Wort König hört, dann denkt man ja früher die Könige.

00:00:06: Die waren mächtig!

00:00:07: Das war ein so Oberbosse – die großen Herrscher, die großen Bestimmer, die alles geregelt haben und denen alle gehorchen mussten.

00:00:15: Aber im Mittelalter waren manche Könige gar nicht so mächtigt wie man denkt.

00:00:21: Es gab eine Klicke, die im Mittelalter viel eher das Sagen hatte.

00:00:26: Wer das war bleibt dran.

00:00:33: Schlauer auf die Dauer.

00:00:41: Hallo, ich bin Philipp Kautel und hier gibt es Wissenshäppchen zum Mitnehmen.

00:00:46: Das heißt wenn du im Bus oder in der U-Bahn unterwegs bist dann kannst du mal ebenso im Vorbeigehen Wissen tanken.

00:00:54: Und für diese Podcastfolge gehen wir mal wieder weit zurück ins Mittelalter.

00:00:58: Also du weißt dir vielleicht das Mittelalter das um fast ungefähr so tausend Jahre also in etwa von fünfhundert bis tausendfünfhundert nach christus.

00:01:10: ganz grob ausgedrückt und in dieser zeit hat sich europaweit die monarchie durchgesetzt.

00:01:16: das heißt, die könige saßen mit ihrer krone auf dem tron und haben geherrscht.

00:01:23: da fällt mir noch diese eine gag ein.

00:01:25: Da kommt ein könig zum zahnarzt und sagt kann ich bitte ne neue krone haben?

00:01:30: Also was heißt bitteschön Geherrscht.

00:01:34: Ich meine, so mächtig waren einige Könige gar nicht!

00:01:38: Der König konnte bei Weitem nicht alles entscheiden was in seinem Reich so abging.

00:01:45: Die Könige hatten sich nämlich immer wieder auf eine Gruppe von Leuten zu stützen und das waren die Aristokraten, ja?

00:01:54: Die Aristokratie Ein Wort hast du bestimmt schon mal gehört hast und Aristokratie, so schreiben es auch Felicitas Schmieder und Thomas Sokoll.

00:02:04: Das geht zurück auf das griechische Aristos der Erste!

00:02:09: Und die eigentliche Macht hatte also eine Klicke von Adligen und der König war eigentlich nur in Anführungszeichen der erste unter den großen und mächtigen seines Reiches.

00:02:20: Also so schreiben es Felicitus Schmieder und Thomas Sokoll... Der König hat zwar regiert, dass schon Aber er war meist auf den Adl angewiesen.

00:02:30: Mal ein Beispiel!

00:02:31: Wenn Krieg war, dann war der König darauf angewiesen dass ihm Herzöge oder Grafen und andere Adlige mit ihrem Gefolge zur Hilfe kam.

00:02:42: Klar natürlich hatte der Königs auch so ein paar Kämpfer also ein bewaffnetes Gefolgen aber im Krieg musste er zu seinen Adligen gehen und sagen hey Leute ich brauche eure Kampf-Truppen.

00:02:55: Übrigens, kleine Funfact am Rande.

00:02:58: Das Wort Herzog?

00:03:00: Das kommt daher weil der erste Krieger vor seinen Kampfgenossen Herr zog.

00:03:06: Also da hört man das und auch die Adeligen übrigens ja Die adeligen... Man sagt hier im englischen Gentlemen Die Gentry und ein Gentleman Ein Gentlemen ist der Edelmann.

00:03:18: also interessant was hinter diesen Wörtern alles steckt.

00:03:20: Und ein zweites Beispiel Ja das Thema Geld.

00:03:23: Klar, der König musste ja irgendwie sein schickes Leben finanzieren.

00:03:27: Er brauchte Geld aber er konnte keine allgemeinen Steuern erheben so wie wir das in Nationalstaaten haben sondern er musste dazu wieder zu den Adligen gehen und sie um Geld bitten.

00:03:41: also die haben sozusagen für ihn die Steueren eingetrieben Und bis ins sechzehnte Jahrhundert hinein hat man übrigens nicht von Steuerm gesprochen.

00:03:50: Also klar hatten die Könige Einkünfte, ja.

00:03:53: Aber das waren keine Steuern sondern das waren Einkünste, die wurden Bede genannt.

00:03:59: Bede was wiederum Bitte bedeutet!

00:04:02: Der König hat die Adligen um Geld gebeten.

00:04:06: So und wer war denn jetzt diese Adligen?

00:04:08: Die hatten natürlich Landbesitz und die Bauern, die dort geschuftet haben, die haben sozusagen den Adligen gehört.

00:04:16: Man sagte früher, die Baueren sind an die Scholle gebunden.

00:04:20: Die Bauern konnten nicht einfach so weggehen und sagen, ich ziehe mal eine andere Stadt.

00:04:24: So wie es ihnen passte.

00:04:26: Sondern die mussten eben arbeiten und ihren Teil an den Adligen abgeben.

00:04:31: Und die Adligen haben auf ihrem kleinen Gebiet wirklich geherrscht!

00:04:36: Also die Adlingen haben für den Hausfrieden gesorgt kann man sagen... Knechte und ihre Mägde, die Bauern und Handwerker auch körperlich Züchtigen.

00:04:47: Die Adeligen durften die Arbeiter mit Schlägen bestrafen – war eine Hierarchie damals!

00:04:53: Und nicht einmal der König durfte dann in dieses Regiment eingreifen.

00:04:58: Also dass die Könige wirklich mächtig wurden und gewissermaßen den Adl entmachtet haben….

00:05:05: Das geschah dann erst im Absolutismus, also so im siebzehnten, achzehnten Jahrhundert und da war das Mittelalter ja schon längst vorbei.

00:05:13: Also es gelangt dann so Königen wie zum Beispiel König Ludwig der Vierzehnte in Frankreich, dem gelang es die adelige Konkurrenz weitgehend auszuschalten.

00:05:23: aber bis dahin waren die Könige gar nicht so mächtig wie man landläufig denkt.

00:05:30: Und ich habe ja auch mal eine Folge gemacht zum Unterschied König und Kaiser, vielleicht fragst du dich das manchmal so hey was ist denn jetzt eigentlich anders bei König oder Kaiser?

00:05:38: Also auch wieder ganz grob ausgedrückt, Kaiser ist das Upgrade also der Kaiser wird gekrönt vom Papst und die Könige hatten sozusagen nur eine Krone aber nicht nur zwischen den Zehn.

00:06:03: Ich meine vielleicht hatten manche Haare auf den Zähnen, aber das ist ein anderes Thema.

00:06:07: Ich verspreche euch ja immer wieder nicht nur einen Redensart zu erläutern sondern auch eine kleine drollige Geschichte die mir so als Nachrichtenmoderator vor die Flinte huscht.

00:06:17: und da bin ich wieder fündig geworden.

00:06:18: und heute können wir das beides verbinden.

00:06:21: Es ist nämlich eine Geschichte, die es tatsächlich passiert kam über die Nachrichtenagentur DPA zu uns in der Redaktion Und da is in Osnabrück Ein Mann sehr, sehr wagemutig geworden.

00:06:34: Der ist nämlich aus dem Zug ausgestiegen.

00:06:38: Also der Zug hat ihn aus einer Brücke gehalten.

00:06:39: Er war unterwegs Richtung NRW und der Typ steigt also aus dem Zug aus weil er eine Zigarettenpause machen will.

00:06:47: So steht er auf einem Bahnsteig nimmt mir eben so paar Züge und plötzlich setzt sich der Zug in Bewegung.

00:06:54: Der Zug fährt also los ohne ihm!

00:06:56: Ohne den Raucher.

00:06:58: Sein Gepäckter hatte im Zug.

00:07:00: Was macht also dieser Mann?

00:07:02: Der springt auf den Zug auf, auf das Trittbrett und fährt eine ganze Weile mit!

00:07:08: Das haben dann zum Glück Leute gemerkt und der Zug wurde dann angehalten, es ist niemandem etwas passiert.

00:07:13: Aber ich habe mich so gefragt ja so wenn da so ein Typ am Bahnsteig steht und der Zuge rauscht davon und er springt gerade noch so auf Wahrscheinlich hat der Schaffner ihn auch gefragt so na rauchen sie noch oder kommen Sie mit oder fahren Sie mit?

00:07:26: Und da hat der Mann wahrscheinlich gesagt ne noch einen Zug.

00:07:29: Oder vielleicht hatte auch gesagt wollen sie noch weiterrauchen oder wollen sie mitfahren?

00:07:33: und da hat die Raucher gesagt Ja das steht noch auf der Kippe weiß ich nicht.

00:07:38: Jedenfalls wird sich wahrscheinlich dieser Raucher am Bahnsteig gedacht haben, oh jetzt muss sie für mich aber beeilen.

00:07:43: Ja schnell auf den Zug noch aufspringen also Dali-Dali!

00:07:48: Dali Dali ist ja ein Ausdruck, den die älteren noch kennen werden.

00:07:51: heute benutzt man den ja kaum noch Aber vielleicht erinnern sich manche noch an diese Fernsehsendung mit Hans Rosenthal gab es mal eine Show wurde dann neu aufgelegt, ich glaube mit Kalb-Flaumel bin ich jetzt mir nicht ganz sicher.

00:08:06: Da ging es um eine Schneeraterunde und es wurde gesagt beeilt euch ja also Dali dali.

00:08:11: aber woher kommt dieses Dali Dali eigentlich?

00:08:15: Ich meine das hat ihr mit dem Maler nichts zu tun ja mit Salvador Dalí sondern Dali Dalí kommt so habe ich es zumindest bei Norbert Goluch gelesen aus dem polnischen wenn man nämlich im polnischem sagen wollte früher, dass man sich beeilen sollte.

00:08:31: Dann sagte man Delay!

00:08:34: Ich weiß nicht wie man das korrekt ausspricht ich bin des polnischen nicht mächtig aber vielleicht habe ich euch ja schon erzählt hier im Podcast, dass ich durchaus Tscheche spreche Nicht so gut wie Deutsch Aber mit meinen tschechischen Wurzeln Schabt net nur hessische Wurzelen sondern Arhebisit Tschechisch.

00:08:49: und Im tschechen gibt es ein ähnliches Wort Wie Delay nämlich Yelly.

00:08:54: also wenn man einem tschechin jemandem sagt Dass er sich beeinen soll dann sagt man Und Norbert Golluch schreibt eben, dass dieses Delay... Dass das nicht mit Delay zu tun hat.

00:09:07: Also nichts mit Jan Delay, sondern dass dieses polnische Delay angeblich rübergebracht wurde von den polnischen Arbeitern die im neunzehnten Jahrhundert nach Nordrhein-Westfalen gezogen sind und dann Bau zum Beispiel gearbeitet haben.

00:09:23: Es gibt ja gerade so in Bochum, Duisburg ganz viele die so Namen haben wie Panislowski, Szwalkowski, Filipowski... Da gibts ja ganz viele Namen polnischen Ursprungs.

00:09:35: also da sind ganz ganz viele Menschen damals ausgewandert und die haben wohl diesen Begriff dieses Delay mitgenommen nach NRW Also ins heutige NRW Und dadurch wurde dieses Delays zu Dali.

00:09:47: und deswegen sagen heute noch manchmal Leute wenn man sich beeilen soll Dali, dali.

00:09:59: Ich sag's ja immer wissen, vermehrt sich wenn man es teilt!

00:10:02: Schau dir doch mal meine Homepage an www.philipcaute.de.

00:10:05: Da erfährst du mehr über meine Bücher und Vorträge.

00:10:08: Und ich mein die Welt ist ja so ein bisschen trist und ein bisschen... Ah viele Leute haben so einen Pessimismus.

00:10:13: Wenn Du dich mal mit Optimismus beschäftigen möchtest Schau Dir doch Mal meine Büche An über Humor und Optimismus da findest Du bestimmt was.

00:10:21: Und abonniere diesen Podcast immer.

00:10:24: am zehnten unter dem fünfundzwanzigsten kommt eine neue Episode.

00:10:27: Abonniere schlauer auf die Dauer, dann bist du klug auf Knopfdruck!

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