#124 Briefe schicken im Mittelalter

Shownotes

Hier ist die Quelle zum Botenwesen: https://blog.burg-posterstein.de/2018/04/27/kinderburg-wie-haben-ritter-post-verschickt/

Und hier ist meine Homepage: www.philipp-kauthe.de

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00:00:00: Du kennst sie sicher, diese gelben Kästen.

00:00:03: Die Briefkästen und du kannst nochmal kurz überlegen wann du zum letzten mal ein Brief geschrieben hast also so richtig mit Stiftpapier und eingetütet Briefmarke drauf dann ab damit den Umschlag ab die Post.

00:00:18: gut die meisten schicken bestimmt mal eine Grußkarte ja zu Weihnachten oder an Ostern.

00:00:23: aber wusstest du dass es einen Briefkasten in neunzehn Meter Tiefe gibt im Wasser?

00:00:30: Wir dröseln das alles auf, bleibt dran!

00:00:50: Ich bin Philipp Kaute und hier kannst du im Podcast mal eben on the way.

00:00:55: Das heißt während der Busfahrt oder der Bahnfahrt morgens zur Arbeit Wissentanken Und wir fragen uns erst einmal wie das eigentlich früher war?

00:01:04: Wie haben die Leute Früher Briefe geschickt?

00:01:07: also ich werde demnächst eine eigene podcast folge dazu machen wie die post entstanden ist das postwesen.

00:01:14: aber ich bin da tatsächlich fündig geworden bei einem museumsverein nämlich museumesvereinen burg posterstein und Die schreiben dass es ziemlich aufwendig und vor allem ziemlich teuer war Im mittelalter nachrichten zu verschicken.

00:01:31: Das dauerte sehr lange Und das hatte verschiedene Gründe.

00:01:34: Also es gab ja keine richtige Post, so wie wir das heute haben – also es gab auch keine Briefkästen im heutigen Sinne – sondern es gab Boten und die mussten entweder geschriebenen oder mündliche Nachrichten an den Empfänger übermitteln.

00:01:49: So und mündlichen Nachrichten, das hieß man hat denen was erzählt und die mußten es dann weiter erzählen.

00:01:54: Also ein bisschen wie wir vom stille Postprinzip kennen, ja man musste dann hoffen dass der es richtig wiedergab.

00:02:00: Und so ein Bote, der zu Fuß unterwegs war – das mußte da mal vorstellen.

00:02:04: Der konnte ja vielleicht zwanzig oder dreißig Kilometer zurücklegen.

00:02:08: Mehr wadert nicht!

00:02:10: Oder es gab dann später auch berittene Booten.

00:02:12: Klar die hatten einen Pferd.

00:02:13: Die haben vielleicht bis zu sechzig Kilometer am Tag geschafft.

00:02:17: aber wenn du eine Nachricht von der Nordsee-Küste in die Alpen schicken wolltest….

00:02:22: Das hat viele, viele Tage gedauert im Mittelalter selbst wenn jemand zur Pferde unterwegs war.

00:02:28: und jetzt kam noch eines hinzu eine Nachricht übermitteln zu lassen im Mittelalter.

00:02:33: Das war tatsächlich teuer!

00:02:36: Das konnten sich nur Reiche leisten, warum?

00:02:39: Na ja man musste hier nicht nur das Brief Porto bezahlen also den Transport... Also dass da jemand dein Brief irgendwo hinbringt deswegen Brief PortO tragen sondern es kam eben noch hinzu dass diese Booten ja auch bezahlt werden mussten für die Unterkunft.

00:02:57: ich meine mussten ihr irgendwo schlafen, die mussten irgendwo weit essen.

00:03:00: Die sind irgendwo eingekehrt in ein Wirtshaus ja?

00:03:03: In einem Gasthof und es alles musste bezahlt werden.

00:03:06: wenn die einen Pferd hatten dann musste sie die Pflege des Pferdes bezahlt werde.

00:03:10: Dann gab es ja Fürstentümer das heißt Es gab auch viele Zölle Unterwegs je nachdem wie weit die Nachricht verschickt wurde Und da fiel dann auch noch mal zölle an.

00:03:20: also eine Nachricht zu verschicken war im Mittelalter sehr sehr teuer.

00:03:24: Jetzt braucht natürlich die Herrscher Die Fürsten zum Beispiel, die brauchten natürlich ein schnelles Postwesen und die hatten in der Regel so eine Truppe von Leuten.

00:03:38: Das waren dann verschiedene Leute, die wirklich als Kuriere tätig waren.

00:03:43: Auch der Papst hatte so etwas, denn die Könige zum Beispiel mussten ja sicherstellen dass die Nachricht sehr schnell übermittelt wurde.

00:03:51: oder wohlhabende Klöster haben auch Boten genutzt.

00:03:54: Die konnten sich das leisten um einfach mit anderen Klöstern ihres Ordens Kontakt zu halten.

00:03:59: also so dröselt das dem Museumsverein Burg Posterstein auf.

00:04:03: ich verlinke dir das mal in den Show Notes da kannst du mehr darüber erfahren.

00:04:16: aber wir wenden uns jetzt mal Fun Facts zu Fun Fax zum Thema Briefe und Post.

00:04:23: Und da entführe ich Euch mal an die Nordsee, genauer gesagt in der Nähe von Cuxhaven in Niedersachsen an den Kreidesee In diesem See!

00:04:32: Da gibt es in neunzehn Meter Tiefe unter Wasser einen Briefkasten.

00:04:38: Okay das ist jetzt kein offizieller Briefkastende deutschen Post aber Wer gerne taucht, Hobbytaucher.

00:04:44: Der kann da in den Kreidesee hüpfen und eine neunzehn Meter Tiefe Wasserfeste Postkarten in diesen Kasten stecken!

00:04:52: Und der Betreiber sagt – und das hat mich wirklich erstaunt – dass da etwa vierzig Karten pro Woche eingeworfen werden.

00:04:59: Ja und diese wasserfesten Postkaten die kann man dann an der Tauchbasis kaufen... ...und es gibt ja so drei Motive… nach China, Australien und nach Indien geschickt worden.

00:05:10: Jetzt fragst du dich hey wie funktioniert das denn?

00:05:12: Naja einmal pro Woche da wird diese Box unter Wasser gelehrt die Karten werden rauf geholt an die Oberfläche und dann zur echten Post gebracht.

00:05:23: Ja jetzt frage ich mich ja in diesem Kreidesee im Niedersachsen.

00:05:26: also das sind doch bestimmt sehr sehr gehaltvolle Postkarten weil sie haben hier alle eine gewisse Tiefe.

00:05:32: Aber wenn wir über den tiefsten Briefkasten Deutschlands reden, dann müssten wir natürlich auch über den höchsten reden.

00:05:39: Ich habe da mal gelesen das es auf der Zugspitze also Hösterberg Deutschlands, dass es da auch in Briefkasten gibt!

00:05:46: Der Postbote fährt fünfmal pro Woche mit der Seilbahn nach oben fast dreitausend Meter höher und er lehrt dort nicht nur den Briefkassen sondern er bringt auch Briefe dorthin.

00:05:57: jetzt fragst du dich Wer schreibt denn jemandem an der Zugspitze?

00:06:01: Naja klar, da gibt's auch Restaurants.

00:06:03: Da gibt's Kioskbetreiber und die bekommen ja Post!

00:06:05: Und wenn es von einer Behörde ist... Das Schöne ist ja dieser Postbote kann ja niemals Kopfschmerzen bekommen Denn wenn er diese Briefumschläge dabei hat dann deckt er sie einfach in Schnee und da hatte immer kalte Umschläge.

00:06:19: Ich frag mich gerade wie eine Pressekonferenz bei der Post genannt wird.

00:06:22: das ist wahrscheinlich ein Briefing Aber lasst uns mal weitere Fun Facts über die Post Aufgabeln.

00:06:29: Ich habe schon mal eine Podcast-Folge darüber gemacht, dass es in Großbritannien im neunzehnten Jahrhundert die ersten öffentlichen Briefkästen gab, die da so aufgestellt wurden und die Männer waren dagegen!

00:06:42: Jetzt fragst du dich wahrscheinlich auch wieso sollen die Männer gegen Briefkäste gewesen sein?

00:06:47: Denn sie wollten nicht das die Ehefrauen hinter ihrem Rücken heimlich Briefe verschicken.

00:06:53: So war die Zeit um eighteenhundert etwas.

00:06:56: Und um noch mehr unnützes Wissen zur Post zusammen zu trommeln, im Königreich Tonga gab es mal was ganz Besonderes, nämlich eine Briefmarke in Bananenform.

00:07:08: Das sind mir ja Früchtchen!

00:07:10: Aber eine Geschichte habe ich bei Hans Willem Harfs gelesen und die ist teilweise romantisch, teilweise auch ein bisschen traurig.

00:07:20: Das war in den neunzehnhundertachziger Jahren.

00:07:23: In Pennsylvania, in den USA... Da war so ein junger Mann und der war eine Frau verliebt und er hat ihr ab neunzenhundertsechsundachtzig zwei jahrelang Briefe geschrieben!

00:07:36: Zwei Jahre lang beinahe täglich ein Liebesbrief.

00:07:39: Also das musste erst mal durchhalten.

00:07:40: So jeden Tag hat also die Dame seines Herzens diesen liebes Brief bekommen.

00:07:47: So und was ist nach zwei Jahren passiert, es kam dann zur Hochzeit.

00:07:51: Nur wen hat die Frau geheiratet am Ende?

00:07:54: Nein nicht ihren Verehrer der ihr so viele Briefe geschrieben habt sondern sie hat in den Postboten geheiratete.

00:08:03: Ja klar er kam ja täglich mit der Post vorbei.

00:08:06: also da sieht man dass ein Briefeschreiber auch mal so richtig schön daneben liegen kann Wenn du wissen willst, wie die Betriebsfußballer der deutschen Post heißen.

00:08:17: Das müsste doch eigentlich der FC Porto sein!

00:08:25: Womit wir auch wieder beim Sprach-Service wären.

00:08:29: und da habe ich gerade vor ein paar Tagen dazu einen Insta Video gemacht.

00:08:33: deswegen greife ich das an dieser Stelle nochmal auf.

00:08:36: Ich hab nämlich erzählt weil ich das total spannend fand wo das Wort Macke herkommt.

00:08:41: Also man sagt ja, wenn man jemanden doof findet also der hat echt eine Macke.

00:08:45: aber woher kommt das eigentlich?

00:08:46: Eine Mackel haben?

00:08:48: da bin ich bei Herrn Goluch mal wieder fündig geworden Der schreibt dass das aus dem jüdischen kommen soll und das ist so.

00:08:56: etwas bedeutet wie hieb oder schlag.

00:08:59: Und man sagte eben, naja Leute die so einen Schlag abbekommen haben also den man eins übergebraten hat über die Birne ja dass die dann doof waren.

00:09:09: und deswegen sagt man aus dem jüdischen stammend jemand hat eine macke aber ihr habt natürlich keine macke ihr seid richtig hier in diesem podcast und ich sage sie auch immer wissen vermehrt sich wenn man es teilt.

00:09:22: Schaut euch doch mal die Homepage an www.philipcaute.de.

00:09:25: Da erfahrt ihr mehr über meine Bücher, Vorträge... Ich habe ja Vorträge zum Thema Smalltalk und wenn Euch das Ganze in der Welt so ein bisschen nervt und Ihr sagt Ah!

00:09:34: Ihr braucht mal eine kleine Ladung Optimismus ich hab Büchlein zum Thema Optimismus.

00:09:39: schaut doch mal auf der Seite Und Ihr wisst immer am zehnten und am fünfundzwanzigsten kommt eine neue Folge von schlauer auf die Dauer Bildung to go Denn dann seid Ihr klug auf Knopfdruck.

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